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Greg is leider wieder weg

09.05.2016, 12:54 Uhr
Welden
abgelegt unter Kultour-Sommer

Welden. Es war die richtige Entscheidung. Zum ersten Mal seit den Uranfängen des Kultour-Sommers 2010 hatten die Programm-Verantwortlichen ihr Lieblingskind, die sonst mit feierlichem Festprogramm, Kindertanzgruppe und Grußworten gepäppelte Eröffnungsveranstaltung, nicht selbst inszeniert - sondern sie vertrauensvoll in fremde Hände gelegt. Und die mitreißende Gruppe "Greg is Back" verlieh diesem "Neustart" in die nun vierte Kultour-Sommer-Saison, Motto "Kultinarisch", dann genau die pfeffrige Note, die man sich vom Organisatoren-Team aus erwartet hatte.

Greg is leider wieder weg

Können a capella auch akustisch: Zum Schluss kamen "Greg is Back" runter von der Bühne und überzeugten auch ohne Mikro

Eine offizielle Eröffnungsansprache musste es schon auch geben - doch sie viel knackig kurz aus, die Adelsrieder Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann hatte ein Einsehen mit den hungrigen "Greggies", die den Auftritt ihres kultigen Pop-/Jazz-Chors kaum erwarten konnten.

Es wird heiß

Das Wetter allerdings war gnadenlos - hatte direkt vom Winter- in den Sommer-Modus umgeschaltet. Da zog es dann einige, die gerade noch bei Schnee und Eis auf den anstehenden GIB-Auftritt hin gefiebert hatten, stärker an die heimische Grillstatt als in den Weldener Holzwinkelsaal. Sei 's drum, die Sitzreihen waren ausreichend gefüllt, die Stimmung auf und vor der Bühne lässig bis heiter beschwingt. "Der Durchbruch ist da" so endete die erste Pop-Nummer des Abends, wie alle anderen genial arrangiert von Martin Seiler, extra für die muntere Truppe rund um ihn und seinen Mitkollegen von CASH-N-GO, den Countertenor Thomas Halaa, der mit seiner Vocal Percussion für den groovig rhythmischen Backbone sorgt.

Wummer, wummer!

Eventuell in Ecken und Ritzen vom vergangenen Frost noch verbliebenes Eis war nach diesem fulminanten Einstieg restlos verdampft. Durchsetzt von des Chefs launigen Sprüchen ging es von cremigen Pop-Schmankerln über atemberaubende Gaumen- und Zwerchfell-Kitzler hin zu den glühend heißen Hammer-Nummern. Einfach schubi-du-wap genial: das Eintopf-Gericht aus vier vertrackten Stevie-Wonder-Mitwippern. Sieh an, das Publikum im Saal kann auf die 2 und die 4 klatschen. Fetzige Gitarrensoli, Fanfaren, Bassgewummer, Schlagzeug-Gedengel oder cooler Synthi-Sound - bei dieser Band ist alles "mundgemacht". Wow. Und das gleich von so vielen Jungs und Mädels, vom Schul- bis ins rüstige Rentenalter, aber auf den Punkt genau so was von synchron. Notenblätter und Ständer werden nicht gebraucht, denn jeder hat seine Musik im Kopf. Und dazu dieses verklärte Lächeln, mit dem die einen von der Bühne aus immer angrinsen. Eins ist sicher: die wenigen unten im Saal, die die fetzigen Chorknaben und Mädels vorher noch nie live gehört haben, sind für den Rest ihres Lebens mit im Bund einer rasant wachsenden Fangemeinde. Wundert es einen, dass die von GIB bei jedem Wettbewerb abräumen?

Ein Fest für alle Sinne

Da das Auge ja bekanntlich mit isst, wurden die Leckereien auf der Bühne den Genießern im Publikum mit ausgefuchsten Lichteffekten noch schmackhafter gemacht. Für Abwechslung im magischen Melodien-Cocktail sorgte auch die muntere Bewegung auf der Bühne. Wo kommen nur immer wieder all die tollen Stimmen her? Song auf Song gab ein begnadeter Solist dem anderen das Mikro in die Hand.

Es wird gnadenlos heiß

Natürlich müssen spätestens bei der letzten Zugabe "Feuerzeug" dann auch richtige Feuerzeuge geschwenkt werden. Ja, dank "Greg is Back" war die Grillsaison jetzt auch im Holzwinkelsaal eröffnet, und das Feuer der Begeisterung übertrug sich vom ersten Ton an direkt aufs Publikum. Gute zweieinhalb Stunden wurde in Welden euphorisch gefeiert, alles loderte, kochte, jubelte. Jungs und Mädels von GIB: Bitte bald wiederkommen!

Augsburger Allgemeine Zeitung (dami)

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