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Viva Voce gastiert in Welden - Open Air am Theklaberg bleibt Geheimtipp für Insider

24.07.2012 um 21:18 Uhr
Welden
abgelegt unter Konzerte
von Christa Steinhart

Welden. Kirchentag, Kloster Banz, Prinzregententheater München: Die gefeierte A-cappella-Band Viva Voce tritt auf den großen Bühnen der deutschsprachigen Kultur- und Theaterwelt auf – und beim Open Air am Theklaberg in Welden am vergangenen Samstag.
Dem Kult(o)ur-Sommer im Holzwinkel ist es auch dieses Jahr wieder gelungen, eine weitere hochkarätige Band – nach LaBrassBanda und den Cuba Boarischen – auf den Theklaberg zu holen

Viva Voce gastiert in Welden - Open Air am Theklaberg bleibt Geheimtipp für Insider

„Vox-Pop“ – so nennen die fünf Stimmkünstler ihren unverwechselbaren Stil – stand also diesmal beim Open Air in Welden auf dem Programm. „Vox-Pop“ – das ist Musik „zu 100 Prozent mundgemacht“. Viva Voce braucht keine Instrumente – außer ihren fantastischen Stimmen. Die fränkische Kultband feierte eine rauschende A-cappella-Party auf höchstem Niveau, bei der Sound und Choreographie keinen Wunsch der Zuhörer offen ließen. Dass auf dem traumhaften Gelände unter der Theklakirche zehnmal so viele Platz gefunden hätten, tat weder der Stimmung von Publikum noch Band einen Abbruch. Und so ließen sich knapp 200 Fans von Heiko (Heiko Benjes), David (David Lugert), Basti (Bastian Hupfer), Jörg (Jörg Schwartzmanns) und MaTe (Mateusz Phouthavong) begeistern und mitreißen. Darunter auch der Viva Voce – Fanclub, der das Open Air am 7.7. zum Anlass nahm, seinen 7. Geburtstag mit einem Sommerfest und Konzertbesuch in Welden auf dem Theklaberg zu feiern.

Der „Small Talk Checker“ zu Beginn des Konzerts förderte schnell zutage, dass die Fans erhebliche Anfahrtswege auf sich genommen hatten, um dem Konzert zu lauschen. Kein Wunder, bestechen die Sänger, die zumeist ihre Sängerkarriere beim Windsbacher Knabenchor begonnen haben, nicht nur durch Charme, sondern vor allem durch Können und Perfektion – ganz ohne Instrumente: Vergeblich sucht das Auge das Schlagzeug, das das Ohr unzweifelhaft wahrnimmt. Jörg Schwartzmanns versteht es, Geräusche von sich zu geben, die mancher Schlagzeuger seinem Instrument nicht entlocken kann – von der großen Trommel bis zum kleinen Becken. Nicht weniger wichtig für das „Fundament der Band“: Heiko Benjes, der Mann mit einem unglaublich sonoren Bass und den „längsten Stimmbändern der Band“.

Der Mann, der nicht nur Schwiegermütter („Schwiegermuttersöhne“), sondern vor allem seine weiblichen Fans mit seiner „schmachtenden Stimmfärbung“ zum Schmelzen bringt, ist David Lugert, der unwiderstehliche (Star-)Tenor und unumstrittener „charming-boy“ der Band. Nicht weniger umgarnt: MaTe. Der „galante“ Bariton sang sich spätestens als „Kartoffelheld“ in die Herzen des (nicht nur weiblichen) Publikums. Seinem Namen alle Ehre machte Basti: Bastian Hupfer. Denn nicht weniger wichtig als die gesangliche Darbietung ist bei Viva Voce die Choreographie. Beweglichkeit, Mimik und Gestik gehören zum perfekten Bühnenauftritt der Stimmkünstler.

Alles in allem: Ein unvergesslicher Sommernachtstraum unter funkelnden Sternen mit „Vox-Pop“ von Boogie über Beatles und die 90er-Jahre bis heute. Einmalig.

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