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Grußwort

"So soll die treue Seele mit ihren fünf Sinnen, die ihre Fenster sind, mich allezeit suchen. Erblickt sie etwas Schönes und Liebliches, denke sie, wie schön, liebenswert derjenige ist, der dies gemacht hat, und so streben sie geradewegs zu ihm, der alles erschuf."

Hl. Mechthild v. Magdeburg

Dieses Wort der Zisterzienserin aus dem Kloster Helfta möchte ich gerne über die Kulturtage im Holzwinkel stellen. Waren es doch gerade die Zisterzienser, die durch ihre Spiritualität, ihre Landkultivierung und Architektur die europäische Geschichte maßgeblich prägten. Dies trifft, früher wie heute, auch auf das Kloster Oberschönenfeld zu, was immer noch einen Mittelpunkt geistigen und kulturellen Lebens in unserer Region bildet und das ebenso alte historische Verbindungen zu den Holzwinkelgemeinden pflegte.

Der Urheber allen Seins, aller Schönheit im Menschen und in der Natur, ist Gott. Das Ideal der ersten Zisterzienser war es, diese Schönheit der Präsenz Gottes in allem Geschaffenen, in Liturgie und Schrifttum, in Kunst und Wissenschaft, in Landkultivierung und Architektur, durch ihre Einfachheit, Klarheit und Reinheit transparent werden zu lassen.

Somit möchte ich die Kulturtage im Holzwinkel unter Gottes Schutz stellen, damit sie ein vielfältiger Segen für die Menschen werden. Möge die Belebung und Pflege der heimatlichen Kultur und Tradition sie wieder tiefer zu den Wurzeln ihrer Herkunft führen;
mögen sich die Freude und die Liebe an und zu unserem Schöpfer und Gott vermehren; mögen diese Tage fruchten in einem lebendigen Mit- und Füreinander.

Die Gaben Gottes sind verschieden und nicht alle Menschen haben die gleichen erhalten. Somit sollte jeder auf die ihm von Gott verliehene Gabe sorgsam achthaben und sie mit großer Ehrfurcht und Dankbarkeit zu Seiner Ehre und zum Wohl seiner Mitmenschen einsetzen, damit sie fruchtbar gelebt zu ihrem Schöpfer und Geber alles Guten zurückfließen kann.

In herzlicher Verbundenheit und im Gebet sie begleitend

Äbtissin M. Gertrud Pesch O. Cist.

Äbtissin